Hier entsteht eine österreichweite Plattform zum Thema Kriegskinder in Österreich.
Es soll eine Information und eine Austauschmöglichkeit für Diejenigen bieten, die im WK II noch Kinder waren.
Als Kriegskinder werden Diejenigen Menschen benannt, die zw. 1925 – 1945 geboren sind und den 2.Weltkrieg als Kinder miterlebten.
Sie haben teils Traumatisierendes erlebt oder gesehen. Oftmals kann die seelische Verwundung im Alter nicht mehr unterdrückt werden und es kommt zu posttraumatischen Krisen. Andere haben ihre Eltern oder Elternteile – vorwiegend Väter – im Krieg verloren oder nie kennengelernt.
Jahrelanges Schweigen der kriegsbeteiligten Eltern (manchmal ein Leben lang) haben oftmals den Raum für Beziehung und Austausch verunmöglicht und Einsamkeit geschaffen. Häufig bringt das Thema der Pflege der eigenen Eltern, die selbst oft traumatisiert sind, eine hohe psychische Belastung mit sich.
Die Auseinandersetzung und Erforschung der eigenen Geschichte (Herkunft, Wurzeln) ist oft mühsam, ist oft ein jahrelanger und ein schmerzvoller Prozess, dem sich nicht jeder stellen kann und will!
Konfuzius bringt es hiermit auf den Punkt: “Wer sein Leiden leidet, wird frei vom Leiden”
siehe auch:
KINDER DEUTSCHER SOLDATEN, die ihre Eltern (Väter nicht kannten) ist offenbar im Gegensatz zu Dänemark und Niederlanden in Österreich kein Thema. Ich habe eine österreichische Mutter und einen deutschen Vater – ehemaliger deutscher Soldat). Ich habe ihn durch das Rote Kreuz ausforschen können und ihn auch noch kennengelernt, bevor er ein Jahr später verstorben ist.
Wir haben nicht nur ein Recht auf Wahrheit – sondern auch auf Anerkennung der Wahrheit in der Öffentlichkeit.
Was tun sie dafür?
Ich freue mich über die Einbringung dieses Themas:
In Österreich ist noch vieles nicht Thema! Deshalb bauen wir hier diese Webseite auf! Besonders persönliche, leidvolle Kriegserfahrungen und Nachkriegserfahrungen, sowie auch seelisches Leid der Folgegenerationen gehören noch zum unverarbeiteten Erbe Österreichs.
Ich weise sie daher gerne auf den Dokumentarfilm “Söhne ohne Väter” (2007, Andreas Fischer) hin!
Was wir dafür tun? Nun, denke schon eine ganze Menge: Seit 2 Jahren eine intensive Beschäftigung mit dem Thema WKII durch Literaturstudium, Teilnahme an Symposien, Seminaren uvm. in Deutschland (da ist schon viel mehr in Bewegung!), sowie Aufbau von folgenden Vernetzungen im internet: http://www.kriegsenkel.at, http://www.seelenlandschaften.at, http://www.kriegskinder.at
Wir planen und starten ab Herbst 2012 konkrete Projekte in Vorarlberg! Infos sind den Webseiten zu entnehmen.
Da wir der Kriegsenkelgeneration entstammen, widmen wir diesen Themen mehr Zeit und Raum. Ich bin aber dankbar für Hinweise und Themen, die die Kriegskind-Generation betrifft und werde diese gerne weiter verarbeiten!
ja, sie haben völlig recht: es braucht Anerkennung für persönlich erfahrenes Leid und damit auch Öffentlichkeit. Unterstützend können aber auch individuelle Prozesse sein, wie ich sie in Psychotherapien öfters erlebe. Auch andere Ausdrucksformen der Kunst, des Schreibens uvm. sind hilfreiche Zugänge zur eigenen Geschichte und zum Schmerz.